Kita noch nicht eröffnet – trotzdem Beiträge zahlen?

Gepostet von am Feb 14, 2013 in OrangeFy's Blog | 2 Kommentare

Vor ein paar Monaten erreichte uns ein Änderungsbescheid zur Zahlung der Elternbeiträge für die Kita vom kleinen Mann an das Jugendamt.

Kurz zur Erklärung: in Köln zahlt man für die Betreuung seiner Kinder Einkommensabhängig einen Beitrag an das Jugendamt. Die wiederum schütten je Kind unter 2 Jahren und pro Stunde 3,50 Euro an die Betreuungsstätte oder auch Tagespflegeperson aus. Dieser Beitrag umfasst noch kein Essensgeld, d.h. die Betreuungsstätte kann selbst darüber hinaus Essensgeld und auch private Beiträge einfordern, was sie natürlich tun muss, weil man mit 3,50 Euro pro Stunde und Kind leider nicht kostendeckend arbeiten kann. Soweit noch ein recht faires Model, wie wir finden, zumal man immer nur für 1 Kind Beiträge zahlen muss, und zwar für das jeweils teurere (Kinder unter 3 sind teurer als über 3).

Geschichte: Die Kita vom kleinen Mann wurde Mitte August neu eröffnet. Urspr. Termin wäre der 6. August 2012 gewesen, aber die Schlüsselübergabe verschob sich nach hinten, so dass die Kita erst zum 13. August seine Pforten eröffnen konnte. Wie das so ist bei einer Neueröffnung liefen manche Sachen am Anfang etwas durcheinander, aber alles wie wir finden in einem sehr überschaubaren Rahmen. Ansonsten sind wir sehr zufrieden, der kleine Mann geht wahnsinnig gerne hin und die anderen Kinder in der Gruppe sind auch super – was will man mehr.

Was ist jetzt mit dem Bescheid?
Zunächst hatte das Jugendamt uns einen Bescheid für die Zahlung der Elternbeiträge ab dem 1.9.2012 geschickt. Fair, wie wir fanden, schließlich war die erste Woche nur teilweise überhaupt Programm wg. Teamtagen der Erzieherinnen, fingen zwei der drei Erzieherinnen von der Gruppe des kleinen Manns erst 1-2 Wochen später an zu arbeiten und fängt man in der Eingewöhungszeit ja auch erst mal nur mit 2 Stunden täglich an. So richtig loslegen konnten wir daher auch erst ab September, als Anfangstermin den 1.09. anzunehmen fanden wir daher logisch.

Irgendwann erreichte uns ein Änderungsbescheid vom Jugendamt, den wir zunächst gar nicht verstanden, bis uns auffiel, dass die einzige Änderung das Datum war – statt 1.9. stand da nun Zahlung ab dem 1.8.2012 – Rückwirkend selbstverständlich. Jetzt waren wir aber doch baff, wir dachten, es muss sich um einen Fehler handeln und haben uns versucht, telefonisch mit dem Jugendamt in Verbindung zu setzen. Am 1.8. war die Kita ja noch gar nicht auf, trotzdem sollten wir für nicht vorhandene Betreuung Beiträge zahlen? Da wir einfach niemanden telefonisch erreichen konnten, haben wir irgendwann schriftlich Widerspruch eingelegt.  Einen Beitrag ab Mitte August, mit der Eröffnung der Kita, kann man natürlich nachvollziehen und würden wir auch freiwillig zahlen. Aber für nicht erfolgte Leistungen zahlen fordern halte ich für Indiskutabel. Interessant: Im Kleingedruckten des Bescheids steht, Widerspruch kann man nicht mehr einlegen, man muss direkt zur Klage greifen. Das alleine finde ich schon recht frech.

Auf unser Schreiben erhielten wir nie eine Antwort, aber eine Mahnung über den Fälligkeitsbetrag, + Mahngebühren. Wieder zum Telefon gegriffen und tagelang versucht jemanden zu erreichen – Björn hatte schließlich Erfolg. Die Aussage – das sei noch nicht abschließend geklärt, aber es ist dem Jugendamt wohl nicht möglich nur halbe Beträge zu berechnen, sie können immer nur für ganze Monate Beträge einziehen. Vereinbart wurde ein Mahnstopp, in der Hoffnung dass bis zum nächsten Buchungstermin endlich geklärt würde wie das Jugendamt hier für alle Eltern verfährt. Und siehe da – diese Woche erhielten wir eine erneute Mahnung, mit erneuten Mahngebühren, obwohl sich die Frage bis heute nicht geklärt hat. Natürlich versuchen wir wieder jemanden im Amt zu erreichen. Als ich endlich unsere Sachbearbeiterin am Telefon hatte konnte diese mir ganz glücklich sagen, sie sei nicht mehr zuständig, es gäbe eine neue Sachbearbeiterin für die Kita. Diese habe ich bis jetzt natürlich noch nicht erreichen können.

Mir geht es hier auch ein wenig ums Prinzip, denn diese Änderung betrifft ja nicht nur uns sondern alle Eltern der Gruppen der Kinder, die Mitte August angefangen haben. Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

 

2 Kommentare

  1. Willkommen im Elternleben ;-) Das KiTa Jahr geht immer vom 1.8.-31.7. hat die KiTa z.B. vom 1.8. bis 29.08. eine Ferienschließung, zahlst Du trotzdem für den kompletten Monat. Fängt Dein Kind später am 24.9. in der Schule an und die KiTa hat vorher noch geöffnet, darfst Du nicht mehr hin. Ich glaube nicht das Ihr Erfolg haben werdet, bin gespannt wie es weiter geht…. LG Iris

    • Bin auch nicht sehr optimistisch, störend ist allerdings vor allem die Informationsverweigerung. Das mit dem Übergang zur Schule ist ja auch geil. Wie regelt man denn so was? Zum Glück ist’s bis dahin noch ein bisschen hin.

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