On Tour in Kiew

Gepostet von am Aug 17, 2012 in OrangeFy's Blog | 1 Kommentar

Ende Juli war BMan mit der Madonna-Tour in Kiew, und weil er dort nicht nur Madonna mit aufgebaut hat, sondern auch die Red Hot Chilli Peppers, war er besonders lange dort und hatte er zwischendurch etwas Zeit für uns. Grund genug für den kleinen Mann und mich mal wieder hinterher zu reisen – meine Elternzeit will ja genutzt werden. Von Düsseldorf aus in einer Aerosvit-Maschine ging es los zum Flughafen Kiew-Boryspil. Pünktlich gelandet durften wir hier fast 1,5 Stunden auf unser Gepäck warten, weil scheinbar so viele Transit-Passagiere im Flugzeug waren und das Gepäck offensichtlich von Hand aussortiert werden musste. Endlich draußen überraschte und der BMan und konnte uns unerwarteterweise doch persönlich abholen, damit waren die 1,5 Stunden warten auch schon fast wieder vergessen. Ab ins Taxi (alles andere ist mit Kinderwagen und Gepäck eher sehr umständlich in Kiew) und auf ins erste Hotel.  Unser Kiew-Abenteuer kann starten.

Nach den ersten beiden Tagen hätte ich uneingeschränkt gesagt, Kiew ist eine Vollkatastrophe, zumindest mit Kinderwagen+Kind, denn ungefähr so Barrierefrei wie ein Sack Zement auf der Straße. Die ersten beiden Tage musste der BMan leider voll arbeiten und damit waren der kleine Mann und ich alleine auf Erkundigungstour. Der Spielplatz direkt vor dem Hotel war alleine mit Kinderwagen leider völlig unerreichbar, da nur ein Eingang mit einer solch abgebrochenen Stufe dorthin führte, das unser wendiger Kinderwagen dort nicht drüber passte und angehoben werden musste. Spielplatz also nur, wenn zufällig gerade jemand anderes dort war. So erreichbar wie der Spielplatz war ziemlich viel im Umkreis des Hotels, eine sehr frustrierende Angelegenheit. Dazu kam das ich mit meinem Bankkarten kein Geld aus den meisten Automaten ziehen konnte, nach 7 versuchen habe ich schließlich aufgegeben. Die Metro-Stationen haben zumindest an den Eingängen keine Rolltreppen und keine Aufzüge, hier und da sind Schienen wo man mit etwas Glück auch mit dem Kinderwagen drauf passt, aber nur bis zu der Stelle an der sie verbogen sind. Und wahnsinnig hilfsbereit habe ich die Menschen in Kiew nicht erlebt. Stadtpläne bringen nur begrenzt etwas, weil häufig keine Straßenschilder auffindbar sind. Nach 2 Tagen alleine mit dem kleinen Mann wäre ich am liebsten wieder abgereist.

Aber nach zwei Tagen hatte der BMan mehr Zeit für uns, und zu zweit wird der Radius gleich viel größer, und Hindernisse viel kleiner. So konnte wir zusammen Kiew Sehenswürdigkeiten erkunden, und nach 3 Tagen mussten wir in ein neues Hotel umziehen, was sich als absoluten Glücksfall erwies. Das Intercontinental in Kiew möchte gerne das Nobelste und luxuriöseste Hotel der Stadt sein, und hatte eine super Lage direkt vor dem Michaelskloster mitten in der Stadt. Wir konnten uns ein paar Lieder des Red Hot Chilli Peppers Konzert anhören, und der kleine Mann war die größte Attraktion dort mit seinem Gehörschutz, bestimmt mehr fotografiert als die Bühne ;) Leider war nach 3 Liedern Schlafenszeit für ihn und konnten wir das Konzert nicht bis zum Schluss sehen, aber der kleine Mann und wir hatten einen Riesenspaß.

Auf dem Unabhängigkeitsplatz im Zentrum gibt es ein Wasserspiel nach dem anderen, bei dem heißen Wetter großartig für den kleinen Mann zum plantschen. Am letzten Tag haben wir die Lavra besucht (ganz arg heiliges orthodoxes Kloster), und sind anschließend spontan auf eine der Dnjepr-Halbinseln gefahren zum Baden, dort gibt es viele Sandstrände, unglaublich viele Menschen und man kam sich ein bisschen vor wie irgendwo am Mehr in Italien.

Sehenswürdigkeiten hat die Stadt einige zu bieten, eine große internationale Auswahl an Restaurants und viele gemütliche Kneipen (allerdings viele davon mit Treppenstufen und eher ungünstig mit Kinderwagen zu erreichen). Fazit: Ohne Kinderwagenkind ist Kiew bestimmt ein super Ziel für einen Städte-Tripp. Mit Buggy kann ich es aber definitiv nicht empfehlen.

 

1 Kommentar

  1. Wie sich die Wahrnehmungen ändern, sobald die eigenen Lebensumstände einer Wandlung unterliegen. Früher wären Dir die vielen Hindernisse gar nicht bewusst geworden. :-) Du machst jetzt einfach ganz viele Städtetouren und teilst die Städte in „Buggy-Freundlich“ und „Buggy-Fail“ ein. Das wird sicherlich Viele interessieren und ist (hoffentlich) eine Marktlücke! :-)

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